ich unterschreibe jedes Wort dieser Ausführungen und bin dankbar dafür, dass du dies ausformulierst und an die Gruppe richtest.Eine GeZeit mit rund zehn Teilnehmerinnen ist für mich keine Gemeinschaftszeit, das ist etwas anderes, einen Neigungsgruppe, eine Interessensvertretung, oder sonst was, aber nicht WIR GEMEINSAM.IM PLENUM GEHT'S MIR GENAUSO WENN DA NICHT ZWEI DRITTEL DER MENSCHEN ANWESEND SIND, IST ES FÜR MICH KEIN PLENUM.mich führt das zurück an die uralte Frage, was ist unser gemeinsames Ziel, was ist unsere Vision.wir haben uns bisher erfolgreich darum gedrückt dies zu klären, wenn wir weiterhin so verfahren werden wir auseinanderfallen, fürchte ich.es gab mal eine Zeit wo ich gemeinsam mit Raphaela diese Frage klären wollte, das hatte mich sehr motiviert und bewegt und ich war gerne dran und hatte ein sehr schönes gutes Gefühl. wie das Leben so spielte ist Rafaela dann leider abhanden gekommen. und ich fand kein adäquates gegenüber als Ersatz.ich kann mich leicht entziehen, ich habe (leider?) auch ein Leben außerhalb des Cambiums, durch meinen Chor in Graz, durch Markus und andere Freunde in Graz, durch meine Liebe in Vietnam, ich muss mich daher nicht einbringen um ein eigenes Leben zu stabilisieren.ich bin aber sicher, es täte mir gut, ich würde mich wieder mehr engagieren, ich hätte wieder mehr zu sagen, doch wem sage ich es jetzt, wenn niemand da ist, also, gefühlt niemand, keine Gruppe die repräsentativ groß genug wäre.es ist ein altbekanntes Dilemma.Achim und Ina sind nach Jahrzehnten (!) vom ZEGG gegangen um noch mal neu zu starten, weil die Verwässerung der alten Werte für sie unerträglich war.ich möchte diesen Weg nicht gehen.ich bin sehr dankbar dafür, dass du Ruth, diese Gedanken äußerst.ich kann damit leben dass es weiterhin so dahin plätschert, weil ich ausweichen kann, doch schön oder motivierend ist das nicht.Schöner und lieber wäre mir, wieder Hoffnung und Motivation zu finden mich zu engagieren, Menschen zu bewegen, voran zu gehen, gemeinsam zu gehen, gemeinsam zu wissen wohin und wofür.dieses Statement von mir ist frei, du kannst es weiter schicken oder sonst wir verwenden.ich komme am Dienstag wieder und ich freue mich auf euch, doch sehr selten begegnen wir einander, ich ziehe wieder von dannen. schön finde ich das nicht.danke noch mal😘Am 20.09.2025 10:36 schrieb Sarah Stoisser <sarah.stoisser@aon.at>:Von Ruth an euch alle.
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Betreff: Wie wenig Struktur braucht das Cambium? Datum: Fri, 19 Sep 2025 08:51:13 +0000 Von: woody-wood@gmx.at An: sarah.stoisser@aon.at
Hallo Sarah :)
da ja dein vorort-Kontakt zu funktionieren scheint dachte ich, dass du mein Mail vielleicht ausschicken kannst.
Hallo ihr Lieben,mir ist da was aufgefallen, in mir, im Cambium und irgendwie auch "in der Welt", das ich spannend finde und das in mir viele Fragen aufwirft auf die ich noch überhaupt keine Antworten hab.Konkreter Auslöser für dieses Email an euch war das gestrige Plenum. Gestartet sind wir mit 8 Menschen, 6 davon blieben bis zum Schluss. Von den 8 waren 2 "Neue Cambinis" (Ellinor & Nalini), 1 Teilnehmerin aus dem Umfeld (Carola), 3 kamen gefühlt vorallem weil sie Themen einzubringen hatten (Dani, ich & Sarah) und ein Mensch höchstwahrscheinlich nur weil er in der Moderationsrolle war (Michel). Irgendwie hat das in mir die grundsätzliche Idee & Sinnhaftigkeit von unseren Plena hinterfragen lassen, weil in so einem Rahmen gefühlt weder Infos richtig landen noch Themen weiterbewegt werden können. LEtzte Woche ist es mir schon ähnlich ergangen und die gesamten 2 Monate davor ist das Plenum ja wie von selbst ausgefallen.Und eine ähnliche "Teilnahms-losigkeit" spür ich auch bei den GeZeiten, wobei da einiges von der Intention gefühlt dennoch landen kann und sich sinnvoll anfühlt (Verbindung schaffen, eine gute Zeit miteinander haben).Und ich spür auch in mir eine gewisse Struktur-Müdigkeit und einen wachsenden Widerstand gegen allzu kopfige Räume & Themen. Und es geht sich auch tatsächlich immer öfters nicht mehr aus, an allem so wie bisher teilzunehmen, weil mir gefühlt einfach "das Leben dazwischen kommt" und irgendwas anderes dran zu sein scheint, das sich gerade wichtiger & lebendiger anfühlt.Und all das deckt sich auch mit dem, wie ich schon seit einiger Zeit die "aktuelle Zeitqualität" wahrnehme: mehr im Moment & im Spüren, weniger im Planen, im "Kopf" und in der gewohnten "Pflichterfüllung". Irgendwie scheint "das Alte" nicht mehr so ganz zu funktionieren und sich wie von selbst aufzulösen - wofür auch der streikende Vorort-Verteiler ein gutes Beispiel ist. Und bei all dem frag ich mich einfach gerade, ob es vielleich wirklich Zeit für was Neues ist. Und was das wohl sein kann.
Eine spannende Frage die für mich da mitschwingt ist dann aber auch: wie können wir uns darüber austauschen, wenn wir es nicht schaffen uns zu treffen? ;) - da steck ich grad ein bisschen, denn ich würd euch ur gern zu der Frage hören "Wie viel bzw besser wie wenig Struktur braucht das Cambium" und wie können wir tatsächlich immer mehr eine Art von "Schwrmintelligenz" leben, und mehr im Kontakt mit dem Leben das bewegen "was dran" ist, ohne stundenlang in theoretischen/strukturellen Räumen zu verbringen?
Ich erwarte mir da jetzt natürlich nicht unbedingt konkrete Antworten auf mein Email, aber freu mich über einen Austausch dazu (idealerweise persönlich und nicht per Email) und wollte vorallem einfach mal teilen, was mich da bewegt und was ich in mir und um mich herum wahrnehme.
..so long... :)*