Mitbewohner, Freunde, Cambiosi, Wie einige von Euch schon von mir persönlich oder auch durch stille Post erfahren haben, werde ich ab Anfang Dezember ein altes Bauernhaus in Kapfenstein mieten und ab dann nicht mehr im Cambium wohnen. Warum? So sehr ich auch das Projekt “Leben in Gemeinschaft” und viele seiner Bewohner im Laufe der Jahre ins Herz geschlossen habe, so schwerer fällt es mir zusehends auf diese Art und Weise zu wohnen. Die ständigen Begegnungen, und die ständige Beschallung sowie auch der vom Cambium (gefühlt) vorgegebene Rhytmus (Punkt ein Uhr Essen, Plenum, Putzen, Kochen, Gemeinschaftszeiten, etc…) sind nicht das was ich als meinen Alltag haben will. Ich habe es probiert, es teilweise genossen, größtenteils aber darunter gelitten. In den letzten Monaten ist mir diese Tatsache immer klarer geworden und diese Erkenntnis noch weiter zu verdrängen würde mich, glaub ich, bald mal krank machen. Gefühlt werde ich von immer mehr Menschen gemieden, weil ich immer grummeliger werde und das will ich nicht. Meine abweisende Art ist in Wirklichkeit ein seltsam vertwisteter Versuch mir Freiraum und Ruhe zu verschaffen. So sollte es in Gemeinschaft aber nicht sein. Ich möchte dennoch Teil des Projektes bleiben, z.B. ist es mir ein großes Bedürfnis, die Werkstätten weiterhin zu hüten. (Sobald ich mein Kakaobusiness verkauft habe, werde ich dafür auch wesentlich mehr Zeit zur Verfügung haben als bisher.) Außerdem könnte ich weiterhin für den AK Fin die Ausgangsrechnungen schreiben und archivieren. In Mitmachwochen bin ich für interessante Projekte gerne zu haben und auch wie bisher bei jeder Heuernte. All das braucht natürlich noch Absprache mit der Gemeinschaft. Wenn Ihr noch mehr hören oder lesen wollt, fragt mich gerne alles was ihr wollt persönlich oder per mail. Love! Cosmo