Hallo ihr Lieben,
ich bin Sarita, 27,ursprünglich aus Wien, lebe aber seit ca 11 Jahren in Graz. Mit 18 habe ich meine Tochter Yuna bekommen. Beruflich bewege ich mich in diesen Kreisen: Musikerin, Ton- und Lichttechnikerin, Theater, Craniosacrale Körperarbeit.
Die letzten Jahre habe ich größtenteils allein mit meiner Tochter gelebt. Eine Zeitlang waren wir auch in einer WG mit einer Freundin und ihrem Kind – da haben wir aber gemerkt, dass wir zu wenige sind, um uns wirklich gegenseitig zu tragen. Alleinleben war für mich lange genau richtig, aber jetzt merke ich, dass ich Lust habe, wieder mehr in Beziehung und Austausch mit anderen zu sein. Für meine Tochter ist es auch eine Bereicherung, wenn wir in größeren Gruppen unterwegs sind, vor allem wenn andere Kinder dabei sind. Außerdem ist es schön, dass die Kinder draußen spielen können.
Finanziell würde es mich auch entlasten – allein die hohe Miete in Graz macht es mir schwer, den Schritt in Richtung Selbstständigkeit wirklich umzusetzen. Dazu kamen in den letzten Jahren auch gesundheitliche Herausforderungen, die mir gezeigt haben wie wichtig es ist, wieder mehr in Beziehung zu gehen. Sie haben mir bewusst gemacht, dass Resonanz und Austausch für mich wesentlich sind.
Ich habe mir schon andere Gemeinschaften angeschaut, aber dort hatte ich nie das Gefühl, dass es für mich passen könnte. Beim Cambium ist das anders. Mir gefällt, dass bei euch die Motivation und das Ausprobieren wichtiger sind als Perfektionismus. Diese Offenheit und das Prozesshafte empfinde ich als eine sehr schöne Grundlage, um als Mensch zu wachsen und Neues zuzulassen. Außerdem gefällt mir die Art der Kommunikation bei euch sehr – ehrlich, offen und respektvoll. Ich spüre auch, wie viel Herzblut und Arbeit hier schon hineingeflossen ist, und dass der Prozess immer weitergeht. Genau das macht es für mich besonders stimmig.
Ich liebe es zusammen etwas Neues entstehen zu lassen, vorallem wenn es ums Bauen oder kreative Sachen geht.
Natürlich gibt es auch Punkte, die eine Herausforderung sein könnten: zum Beispiel der längere Schulweg meiner Tochter. Für mich selbst könnte es sicher auch eine Umstellung, nach so vielen Jahren allein in einer größeren Gruppe zu leben. Und ich weiß, dass es nicht immer leicht ist, die Balance zwischen den eigenen Bedürfnissen und den Aufgaben in einer Gemeinschaft zu finden. Gleichzeitig sehe ich darin vor allem eine Chance, zu wachsen und Neues zu lernen.
Was mich an einer Gemeinschaft begeistert, ist die Vielfalt: jede*r bringt etwas Eigenes mit, und zusammen entsteht etwas, das größer ist als wir allein. Mir ist bewusst, dass Entwicklung Zeit braucht und man nicht von heute auf morgen alles ausschöpfen kann. Aber genau das macht es für mich so wertvoll – gemeinsam im Prozess zu sein und miteinander Wege auszuprobieren.
Alles Liebe, Sarita