Liebe WegbegleiterInnen
 
Kurzversion:
 
Meine Hauptthemen, die körperliche, geistige, seelische Ebenen berühren und mich herbeuteln.
daraus resultierend, dass ich an Gemeinschaftlichem kaum teilnehmen kann, weil ich terminlich
nicht kann oder keine Kraft dazu habe und mir alles zu viel ist und ich mich zurückziehe, um wieder
zu mir zu kommen. Das Protokollelesen führt mir dann vor Augen, dass ich immer mehr
nach außen rutsche.
(Ich bitte euch, das als mein Empfinden stehen zu lassen, ich weiß, dass es von eurer Sicht nicht
stimmt und wenn ich in Fehring bin, erlebe ich es auch anders)
 
Verstärkt wird dieses Gefühl dann noch, dass ich Auszeiten brauche, um all das Obrige bewältigen zu können,
die ich leider auch von der Gemeinschaft brauche.
 
Langversion:
 
zu Peter
 
Ich habe bis jetzt 1 bis 2 mal pro Woche Peter für durchschnittlich 2 Stunden betreut,
Medikamente eingeschlichtet, Wasche aufgehängt, Maniküre, Pediküre etc und auch einfach
mit ihm gespielt. 1x pro Woche kommt für 2 Stunden eine mobile sozialpsychiatrische
Betreuerin zu ihm, sein Vater spielt Tischtennis mit ihm.....
Das war ausreichend, dass Peter allein in einer Wohnung in Graz leben konnte.
Heuer hatte er zwei Schübe. Um dies verifizieren zu können, war ich jetzt mit ihm
11 Tage auf "Urlaub" auf einem Campingplatz in Istien in einem Mobilhome.
Es war sehr fein mit Ihm, wir hatten beide eine wirklich gute Zeit miteinander. 
Aber ernüchternd, was alles zu regeln ist, welche geistigen 
Aussetzer er hat, Fehleinschätzungen, was er noch zustande bringt und Nichterkennnen 
der Gefahren zB im Straßenverkehr. Und wie die Sucht, verstärkt und zT hervorgerufen 
durch die Medikamente seinen Gesundheitszustand verschlechtert.
 
Was heißt das für mich und die Gemeinschaft.
Die kommenden 14 Tage werde ich hauptsächlich in Graz verbringen, Begutachtungen von
ÖGK und der PVA begleiten, einen Hausarzt finden und versuchen, das was im Urlaub gut lief
in Routine bringen. Das braucht aber mich annähernd täglich. Außerdem findet eine
Medikamentenumstellung statt. Das Ziel ist, einen Platz im betreuten Wohnen zu finden, 
zu gründen .......... Als Versuch, ihn 14 Tage wieder zu uns zu bringen.
 
zur Partnerschaft
Zu den Prozessen in unserer Partnerschaft will ich hier allein nichts schreiben, 
Wir finden in der Gemeinschaft gute Unterstützung, wenn wir Mediation brauchen.
Und ich immer ein offenes Ohr. Dafür bin ich sehr dankbar.
 
Mein Herz
Ich habe mit Hilfe von Peter Fröhlich viel verbessern können (kein Sodbrennen, keine Schmerzen,
kein Reflux, viele mentale Erkenntnisse, die ich auch im Alltag umsetzen konnte.) und trotzdem
gelingt es mir nicht, mein Herz zu schützen und nicht in ein Burnout zu schlittern. Habe immer
wieder von jetzt auf gleich Tachycardien 220 Puls  bis zu 20 Minuten lang.
 
 
Ausblick
Morgen, Samstag, komme ich kurz nach Fehring, bringe 300 Eier mit. Freue mich auf ein
bisserl Kontakt und Gemeinschaftsflair.
 
Vom 4.10 bis 11.10. ist dann endlich Zeit für Heinrich und mich angesagt, wir gehen segeln. 
 
Danke fürs Lesen
Waltraude