Lieber TIKS Interessierten,
Lieber Vorstand,
Lieber Leitungskreis,
ich wollte vor meinem Urlaub noch meine derzeitigen Überlegungen bekannt
geben (und los werden). Ich bin jetzt 7 Tage offline.
Zu meinen Befürchtungen und warum ich euch schreibe:
1) Ich stehe als technische Ansprechperson (fast) alleine da. Andreas,
so sehr ich dich in deinen Fähigkeiten darin schätze, ich sehe nicht,
dass es für dich gerade dran ist, diese Verantwortung zu tragen, diesen
Austausch zu halten. Auch dich Heinrich, sehe ich nicht eine für dich
gesunde Schnittstelle zu sein zwischen TIKS und mir/dem Cambium.
2) Wir verlieren jedes Jahr um die vier/fünf Menschen am Platz. Hier
teile ich deine Ängste, Tom. Vom Menschlichen abgesehen, fehlen auch
Ressourcen und Stimmen die es dringend braucht. Neue Menschen die in
meiner Erfahrung in der selben Anzahl hinzukommen, binden zusätzlich
Ressourcen - bringen uns im gleichen Maß viel Schönes und schärfen mit
uns unsere Vision.
3) Meine größte Sorge - Wir sind in der momentanen Konstellation nicht
in der Lage diesem Konsortium an TIKS-1&1 ein guter Baumensch/ein gutes
Gegenüber zu sein. Wenn wir nicht gut zu-/miteinander sind, verlieren
wir unsere Vision (oder finden sie gar nicht) und/oder uns. Ich möchte
euch jedoch nicht verlieren. Wir sind noch nicht so weit, die alten
Wunden sind noch offen.
Nun aber zu meinen Visionen und Motivationen:
Ich möchte hier leben. Ich möchte mit euch hier leben (ob in zehn Jahren
auch noch, kann ich jedoch nicht ehrlich beantworten). Ich übernehme
gerne Verantwortung und entwickle gerne Visionen. Seit ca. zwei Monaten
entspannt sich meine Lohnarbeitssituation enorm. Ich denke es gibt viele
Alternativen zu TIKS. Wir haben ganze Arbeit geleistet in den letzten
zwei Monaten und es sind dadurch einige schöne Visionen entstanden. Ich
meine, dass ein Schritt-für-Schritt sanieren besser zu uns passt.
Beginnen wir mit Feuerschutz/Dachdecke, Fenstern und dem Westdach. Dort
Seminarraum, Gästezimmer, Barrierefreiheit. Machen wir es mit dem was
wir gut können: Schaffen wir Gemeinschaft. Mit Gasthelfen, mit
Wandergesellen, mit Freunden, mit Andersdenkenden, mit NPOs. Lernen wir
Selbstorganisation und Self-Care. Geben wir Gästen die Möglichkeit hier
zu sein. Dadurch erweitern wir unseren Radius.
Bis nächste Woche (ich bin so gegen Samstag 5. September wieder da).
Alles Liebe, ich freue mich auf euch und uns!
Wolfi